Die Bergische Gartenarche

Die Bergische Gartenarche
Grafik der Bergischen Gartenarche

"Übern Zaun gereicht und an die Nachbarn weiter gegeben wurden früher Ableger und Saatgut aus dem eigenen Garten. Mit der Zeit haben sich dabei viele regionale Varianten unserer bekannten Gemüsesorten und Bauerngartenblumen herausgebildet. Bis vor rund 40 Jahren waren die lokalen Gartenschätze noch weit verbreitet. Heute sind sie sehr selten geworden. Mit dem Verschwinden der alten Gärten begann ihr langsames Aussterben.

 

Saatgut selbst vermehren war in früheren Jahren eine Selbstverständlichkeit. Auf diese Weise wurden einige Bohnen-, Erbsen- oder Meldesorten über viele Generationen in einer Familie weitergegeben und sorgfältig aufbewahrt. Erst mit dem Aufkommen großer Saatgutzuchtbetriebe wurde es üblich, Saatgut in Portionen abgepackt zu kaufen.

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Gesetze regeln heute Zucht und Vertrieb von Saatgut. Da der Erwerb der Lizenzrechte für die Zulassung neuer Sorten sehr kostspielig ist, wird der Markt von wenigen großen Saatgutherstellern beherrscht. Die Vielfalt der altbewährten Lokalsorten wird durch wenige Neuzüchtungen ersetzt und geht unwiederbringlich verloren. Die Erhaltung alter Sorten, die keine Zulassung mehr haben, ist im Gesetz nicht vorgesehen - im Gegenteil:

 

Der Handel mit Saatgut alter Sorten ist nicht erlaubt. Es darf jedoch immer noch wie früher von Hand zu Hand weitergereicht oder getauscht werden. Auch darf man die Ernte für den Verzehr verkaufen.

 

Für die Erhaltung und Verbreitung „alter Sorten“ setzen sich überregional bereits seit vielen Jahren engagierte Vereine, Initiativen, private Samenarchive, kleinere Gärtnereien und Saatgutbetriebe ein."

Quelle: http://www.nabu-oberberg.de/arbeitskreise/bergische-gartenarche/

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